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Gelenkprothesen

Begriff Definition
Gelenkprothesen

Ein künstlicher Gelenkersatz (Endoprothese) ist häufig erforderlich, wenn ein körpereigenes Gelenk stark verschlissen ist.

Am häufigsten betrifft dieses das Hüftgelenk („künstliche Hüfte“). Auch das Kniegelenk muss häufig ganz als Totalprothese oder teilweise als Schlittenprothese ersetzt werden. Weniger häufig sind Prothesen der Schulter, Sprunggelenke oder sogar Finger. Auch nach Unfällen (Trauma) kann ein Gelenkersatz notwendig werden. Dann ist in der Regel durch Bruch (Fraktur) des Gelenks selbst oder beteiligter Knochen das Gelenk nicht mehr zu reparieren.

Nach einer Prothesenoperation verbleibt natürlicherweise fremdes Material fest verankert im Körper. In den meisten Fällen ist der Patient kurz nach Operation und Mobilisierung beschwerdefrei.

Bei vielen Patienten bleiben jedoch leichte oder auch belastendere Beschwerden bestehen, auch wenn die Prothese gut im Körper eingewachsen ist. Ursache von Beschwerden können jedoch auch eine Lockerung der Prothese sein oder auch eine Infektion des künstlichen Gelenks. Von mittelmäßigen bis schweren Schmerzen sind ungefähr ein Fünftel der operierten Patienten betroffen.

Bei circa 3 % der Patienten kommt es im Laufe von zehn Jahren zu einer sogenannten Prothesenlockerung, die mit Schmerzen und eventuell entzündlichen Veränderungen einhergeht. Dann kann eine erneute Operation mit einem Wechsel der Endoprothese erforderlich werden. Es ist also äußerst wichtig, unter den vielen Patienten mit Beschwerden die zu erkennen, die eine Lockerung der Prothese haben oder eine Infektion im Gelenk. Nur diese Patienten würden von einer erneuten Operation (Revisionsoperation) profitieren. Bei den anderen Patienten würden die Beschwerden bleiben oder sich vielleicht sogar verschlimmern.

Mittels des bildgebenden Verfahrens des Skelettszintigraphie lassen Beschwerden durch die Prothese genau lokalisieren.