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Was sind nuklearmedizinische Verfahren?

Das Prinzip nuklearmedizinischer Untersuchungen beruht auf der sogenannten Tracermethode: Hierfür wird dem Patienten meist intravenös ein Tracer verabreicht, eine verschwindend kleine Menge eines Stoffes, der radioaktive Gammastrahlung aussendet und eine kurze Halbwertszeit hat. Der Weg dieser Substanz und ihre Verteilung im Körper können dann mit einer hochempfindlichen Gammakamera aufgezeichnet und in einem sogenannten Szintigramm dargestellt werden.

Diese Methode eignet sich zum einen zur Lokalisationsdiagnostik, also zur Ortsbestimmung beispielsweise von bösartigen Veränderungen oder Entzündungsherden im Körper. Zum anderen lassen sich auch Informationen über Organfunktionen gewinnen, so etwa bei der Schilddrüsenszintigraphie. Die Palette der Verfahren, bei denen solche, auch Radionuklide genannten, Tracer eingesetzt werden, umfasst aber nicht nur diagnostische Anwendungen. Zum Repertoire der Nuklearmedizin gehören auch Therapietechniken wie die Radiosynoviorthese, bei der man Beta-Strahler mit kurzer Reichweite einsetzt.

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