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FDG

Begriff Definition
FDG FDG ein radioaktiv markierter Zucker (Glukose), der als Tracer in der PET/CT dient. FDG ist eine Abkürzung für FluorDesoxyGlucose. Die chemisch korrekte Bezeichnung lautet 18F-2-Fluor-2-desoxy-D-Glucose, er ist auch bekannt als 18F-FDG.

Der Einsatz von FDG als Tracer basiert auf dem 1924 von Otto Warburg entdecktem Prinzip, dass viele Tumore hypermetabolisch sind, also viel Energie benötigen. Über diesen erhöhten Zuckerstoffwechsel lässt sich bösartiges von gutartigem Gewebe unterscheiden. Über die Darstellung des Glukosestoffwechsels mit PET kann man Informationen über die Erkrankungsart und -ausdehnung gewinnen, die mit der üblichen Bildgebung allein nicht zu erhalten sind.

Insbesondere bei Lungentumoren, Hals-Nasen-Ohren-Tumoren und bösartigen Veränderungen des Lymphsystems kommt diese Substanz oft zum Einsatz.

Über das bildgebende Verfahren der PET leistet FDG aber nicht nur in der Diagnostik einen wichtigen Beitrag. Auch in der Verlaufskontrolle ist es hilfreich. Mithilfe dieses Tracers kann man bereits auf molekularer Ebene feststellen, ob die Therapie anspricht, während morphologisch - also im CT oder MRT - noch keine Änderungen fassbar sind. Bei Chemotherapien kann man mitunter schon nach wenigen Tagen mit einer FDG-PET einen Therapieerfolg dokumentieren. Im CT oder MRT ist dieser Nachweis oft erst nach Wochen bis Monaten möglich. Ein PET/CT mittels FDG erlaubt eine schnellere und genauere Therapieplanung.

Auch für die Strahlentherapieplanung leistet FDG enorm hilfreiche Dienste. In der individualisierten Krebstherapie erlaubt der Einsatz dieses Tracers eine zielgerichtete Behandlungsführung.