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Tracer – Tracermethode

Begriff Definition
Tracer – Tracermethode

Tracer

Ein Tracer ist eine verschwindend kleine Menge einer Substanz, die radioaktive Gammastrahlung aussendet und eine kurze Halbwertszeit hat. Sie wird meist intravenös eingesetzt.

Bei allen nuklearmedizinischen Untersuchungen wird nur eine minimale Menge der Substanz verwendet, die zwar am Stoffwechsel teilnimmt, diesen aber nicht beeinflusst.

Die Verdünnungsverhältnisse mit denen in der Nuklearmedizin gearbeitet wird, entsprechen in etwa der Verdünnung die man erhalten würde, wenn man ½ kg Zucker in den Bodensee (48 Billionen Liter = 48.000.000.000.000 Liter) schüttet.

Tracermethode

Das Prinzip nuklearmedizinischer Untersuchungen beruht auf der sogenannten Tracermethode tracer-tracermethode.

Hierfür wird dem Patienten ein Tracer verabreicht. Seine Verteilung im Körper wird dann mit einer hochempfindlichen Gammakamera aufgezeichnet und in einem sogenannten Szintigramm dargestellt.

Die Tracer-Methode eignet sich zum einen zur Lokalisationsdiagnostik, also zur Ortsbestimmung beispielsweise von bösartigen Veränderungen oder Entzündungsherden im Körper. Zum anderen lassen sich auch Informationen über Organfunktionen gewinnen, so etwa bei der Schilddrüsenszintigraphie.

Die Palette der Verfahren, bei denen solche - auch Radionuklide genannten - Tracer eingesetzt werden, umfasst aber nicht nur diagnostische Anwendungen. Zum Repertoire der Nuklearmedizin gehören auch Therapietechniken wie die Radiosynoviorthese (RSO), bei der man Beta-Strahler mit kurzer Reichweite einsetzt.

Allein in der Onkologie gibt es zahllose Tracer, die über das PET/CT Tumore auf unterschiedlichste Arten charakterisieren können. Hier sind insbesondere die Tracer PSMA, das bei Patienten mit Prostatakarzinomen eingesetzt wird, oder DOTATOC, das die Diagnostik bei sogenannten neuroendokrinen Tumoren verbessert, zu nennen. FDG wird für die Diagnostik von bösartigen Tumoren aber auch bei der Suche nach Entzündungsherden verwendet.