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Radiosynoviorthese (RSO)

Die Radiosynoviorthese (RSO) ist eine nuklearmedizinische Behandlungsform von Gelenken. Sie ist neben den medikamentösen und chirurgischen Verfahren erfolgreich etabliert und zeigt ein hohes Ansprechen bei fast allen schmerzhaft entzündlichen Gelenkerkrankungen.

Wie funktioniert eine Radiosynoviorthese (RSO)?

Bei der Radiosynoviorthese (RSO) erfolgt eine Behandlung der Gelenkinnenhaut „vor Ort“. Dazu wird das entsprechende Gelenk von einem Nuklearmediziner mit einer dünnen Nadel punktiert. Anhand von Röntgen- oder Ultraschall-Kontrolle wird die optimale Position der Nadel  überprüft. Sitzt die Nadel korrekt, wird eine radioaktive Substanz direkt in das erkrankte Gelenk injiziert. Die Substanz verteilt sich im Gelenk und führt zu einer Bestrahlung der betroffenen Gelenkinnenhaut. Die erkrankte Gelenkinnenhaut wird dadurch abgebaut und erneuert.

Radiosynoviorthese (RSO) bei einem Ellbogengelenk

RSO des Ellbogengelenks (links) mit Verteilungsszintigramm (rechts), das eine korrekte Verteilung der radioaktiven Substanz zeigt.

Durch die Zerstörung des entzündeten Gewebes wird der Schmerz ausgeschaltet oder zumindest deutlich gelindert. Die Strahlungswirkung konzentriert sich lediglich auf das erkrankte Gewebe. Gesundes Gewebe wird geschont.

Nach der Behandlung muss das Gelenk für 48 Stunden ruhig gestellt werden und sollte etwa eine Woche geschont werden.

In 70 % der Fälle kommt es innerhalb von 3 Monaten zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden. Diese hält im Schnitt 2 Jahre an.

Wann kann eine Radiosynoviorthese (RSO) angewendet werden?

Besonders bei diesen Krankheitsbildern ist eine Radiosynoviorthese (RSO) sinnvoll:

  • Rheuma-Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder andere Arthritisformen mit chronischer Synovialitis über 6 Monate Dauer
  • Entzündlich aktivierte Arthrosen
  • Immer wiederkehrende Gelenkergüsse bei Arthrosen
  • Wiederkehrende Gelenkergüsse nach Knie-Endoprothesen

Gibt es Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen und Komplikationen sind bei der Radiosynoviorthese (RSO) selten, aber sie kommen vor.

Zu nennen sind in erster Linie eine zwischenzeitliche Zunahme der Beschwerden und eine Gelenkinfektion.

Vorbereitung

Voraussetzung für die Durchführung einer Radiosynoviorthese (RSO) ist eine gesicherte Veränderung der Gelenkinnenhaut (Synovialitis). Diese wird in der Regel durch eine 2-Phasen-Knochenszintigraphie festgestellt.

Aktivierte Arthrose sichtbar gemacht mit einer 2-Phasen Skelettszintigraphie

Aktivierte Arthrose in beiden Daumensattelgelenken. Man sieht sowohl eine erhöhte Durchblutung der Gelenkschleimhaut (schwarzer Pfeil) als auch einen krankhaft gesteigerten Knochenstoffwechsel (oranger Pfeil).

Bei dieser Untersuchung wird der Knochenstoffwechsel des gesamten Skeletts dargestellt und entzündlich veränderte Gelenke entdeckt. Mit diesen Informationen kann eine Therapie geplant werden.

Aufklärungsgespräch

Für Sie als Patienten ist es wichtig, dass Sie genau informiert sind, wie die Therapie funktioniert, ob sie bei Ihnen erfolgversprechend ist und was Vor- und mögliche Nachteile für Sie sind. Daher führen wir vor der Behandlung ein ausführliches Gespräch.
Den Aufklärungsbogen über die Knochenszintigraphie finden Sie hier. Detailliertere Informationen über eine Knochenszintigraphie finden Sie hier.

Erfahrungen im ZRN

Die RSO-Behandlung ist im ZRN seit Jahren etabliert. Im Jahr 2017 wurden von uns mehr als 1.700 Gelenkbehandlungen durchgeführt. Wir behandeln sämtliche Gelenke.

Wir bieten diese Behandlungsmethode an unserem Standort Grevenbroich ambulant an.

Informationsbroschüre Radiosynoviorthese (RSO)

Alles, was Sie zur Radiosynoviorthe-Untersuchung wissen müssen, finden Sie kompakt zusammengefasst in unserer Informationsbroschüre Radiosynoviorthese RSO